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Was ist von der Ankündigung von ServiceNow und Celonis zu halten?

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ServiceNow und Celonis haben kürzlich eine strategische Partnerschaft bekannt gegeben, um eine engere Verbindung zwischen der Low-Code-Plattform von ServiceNow und dem Execution Management System von Celonis herzustellen. Die Partnerschaft geht viel tiefer als Ihre Standard-Pressemitteilung und beinhaltet tatsächlich einige ernsthafte Co-Engineering durch beide Firmen sowie eine Investition in Celonis durch ServiceNow. Wir haben uns diese Partnerschaft angesehen und hier sind unsere Gedanken:

  • Was Celonis für ServiceNow tun kann. ServiceNow hat sich vom Service Request Management zu einem der bedeutendsten Player im aufstrebenden Markt für Low-Code-Plattformen mit einem zunehmenden Fokus auf digitale Prozessautomatisierung (DPA) entwickelt. Dies hat denjenigen, die unternehmensspezifische, komplexe End-to-End-Geschäftsprozesse mit einem hohen Maß an Variabilität automatisieren können – von denen einige für Unternehmen differenzierend sind – viel höhere Größenordnungen eröffnet. ServiceNow ist sich bewusst, dass die Erschließung dieser Komplexität eine vollständige Transparenz und Einsicht in die Geschäftsprozesse erfordert. Daher ist Celonis mit seiner ausgereiften Task- und Process-Mining-Fähigkeit eine ideale Ergänzung zur ServiceNow-Plattform. Es ist erwähnenswert, dass ServiceNow selbst Process Mining verfolgt, und dieser Schritt bestätigt die schiere Komplexität des Process Mining und den Wert der Zusammenarbeit mit einem etablierten Marktführer. Durch eine objektive und ganzheitliche Betrachtung eines Unternehmensprozesses werden dessen Schwachstellen leicht erkennbar und Verbesserungsarbeiten angestoßen. Einige Verbesserungen erfordern menschliche Entscheidungen, während andere eine Änderung der Anwendungslandschaft erfordern. Genau hier setzt ServiceNow mit seiner Low-Code-Plattform an, um Prozesse mit der IT neu zu implementieren.

  • Was ServiceNow für Celonis tun kann. Celonis hat einen kontinuierlichen Geschäftsprozessverbesserungszyklus vom Mining und Discovery bis hin zur Dokumentation, Reengineering und zuletzt Implementierung durch sein Execution Management System verfolgt. Die Aufnahme von ServiceNow in den Mix erweitert die Ausführungsmöglichkeiten von Celonis erheblich. Celonis hat vor kurzem massive Datenmengen nahezu in Echtzeit gestreamt, die auf die Prozessausführung im Betriebs- und Fertigungsbereich abzielen, der in der Vergangenheit eine schwer zu knackende Domäne hochspezialisierter Softwareanbieter war. Angesichts des Anspruchs von ServiceNow, durch branchenspezifische Lösungen, beispielsweise im Fertigungsbereich, zu wachsen, ist der Zeitpunkt der Partnerschaft mit Celonis sehr sinnvoll. Darüber hinaus ist der Kundenstamm von ServiceNow, insbesondere in den USA, ein attraktiver Gewinn für den Process-Mining-Kern von Celonis, da das Unternehmen darauf abzielt, dieses Geschäft in Nordamerika auszubauen.

  • Es bleiben zwei unbeantwortete Fragen. Aus Marktsicht stehen zwei Fragen im Vordergrund. Die erste ist, ob Konkurrenten von ServiceNow auf dem Markt für Automatisierungsplattformen aufgrund der Tiefe der Beziehung vor einer Partnerschaft mit Celonis zurückschrecken werden. Die zweite ist, dass diese Partnerschaft angesichts des massiven Low-Code-DPA-Automatisierungsmarktes ein Vorläufer einer Übernahme ist, wie es in der Branche zu einem Muster geworden ist?

  • Endeffekt: Den Kreis von Erkenntnissen zur Automatisierung zu schließen, ist der große Trend. Forrester beschäftigt sich seit einigen Jahren mit dem wachsenden Trend, von Erkenntnissen zur Automatisierung überzugehen, und dieser Trend findet nun breite Akzeptanz. Celonis und ServiceNow sind nicht die einzigen, die versuchen, diesen kontinuierlichen Kreislauf von Erkenntnissen zur Automatisierung zu schaffen. Weitere Beispiele sind Akquisitionen wie ProcessGold von UiPath, Signavio von SAP, myInvenio von IBM und Lana Labs von Appian sowie Partnerschaften wie die jüngste Ankündigung zu ABBYY Timeline und Blue Prism. Die Sorge von Forrester bei diesem Trend besteht darin, dass Unternehmen durch die Verknüpfung von Erkenntnissen mit der Automatisierung das Risiko eingehen, die Prozessoptimierung an die Automatisierung (nicht immer die richtige Antwort) und, noch besorgniserregender, an die Automatisierungslösung eines bestimmten Anbieters zu binden.

Dieser Beitrag wurde von Principal Analyst Bernhard Schaffrik verfasst und erschien ursprünglich Hier.

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