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Berlin findet keine Spur des Zensursystems

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Während die litauischen und taiwanesischen Behörden das Gegenteil versichern, gibt der deutsche Cybersicherheitswächter des Bundes bekannt, keine Hinweise auf das Vorhandensein einer Zensurfunktion in Xiaomi-Smartphones gefunden zu haben. In seinen Augen ist keine eingehende Untersuchung des Bauherrn notwendig.

Credits: Unsplash

Das ist eine Aussage, die riskiert, die Karten im Fall von Xiaomis Zensursystemen neu zu mischen. In der Tat versicherte das BSI, das für Cybersicherheit zuständige Bundesamt, unseren Kollegen von der Nachrichtenagentur Reuters dass es keine Beweise für die Existenz von Zensurfunktionen in Xiaomi-Smartphones gibt.

Nach Angaben der Regierungsbehörde besteht daher kein Grund dazu eine eingehende Untersuchung des Herstellers durchführen. „Infolgedessen konnte BSI keine Anomalien feststellen, die eine weitere Untersuchung oder weitere Maßnahmen erfordern würden.“ sagte der BSI-Sprecher in einer Erklärung von diesem Donnerstag, dem 13. Januar 2021.

Zur Erinnerung: Im September 2021 forderten die litauischen Behörden ihre Mitbürger auf, keine chinesischen Smartphones und insbesondere von Xiaomi hergestellte Geräte mehr zu kaufen. Der Grund ? Das Vorhandensein eines integrierten Zensursystems im Xiaomi Mi 10T 5G, das den Zugriff auf Websites blockieren würde, auf die verwiesen wird heikle Schlüsselwörter in den Augen der chinesischen Regierung. Insbesondere fanden wir in dieser Liste Begriffe wie „Befreiung Tibets“, „Die Unabhängigkeit Taiwans“ oder sogar „Platz des himmlischen Friedens“.

Litauen und Taiwan sehen das Zensursystem, Deutschland nicht

Nach den Erklärungen der für Cybersicherheit zuständigen litauischen Stelle kündigte das BSI die technische Überprüfung eines Smartphones der Xiaomi Corp. Ziel ist es zu überprüfen, ob die Anschuldigungen Litauens begründet sind. Der Sprecher hatte keine weiteren Details über die Art der von der Agentur durchgeführten Überprüfung angegeben. Daher dauerte es mehr als vier Monate, bis das Urteil des BSI eintraf.

Anzumerken ist zudem, dass die Ankündigung des BSI zu einem Zeitpunkt erfolgt, an dem von der taiwanesischen Regierung beauftragte Experten gerade das genaue Gegenteil bestätigt haben. Nach ihren Ermittlungen ist in Xiaomis Mi 10T 5G, das im Land verkauft wird, tatsächlich ein Zensursystem vorhanden. „Gemessen an den Testergebnissen; Wir werden unsere Untersuchungen fortsetzen, um festzustellen, ob Xiaomi Taiwan die Interessen taiwanesischer Benutzer durch die Verletzung ihrer Privatsphäre kompromittiert hat“, versicherten diese Spezialisten. Wer liegt also falsch? Wer hat Recht ? Es ist eine sichere Wette, dass dieser Fall noch lange nicht abgeschlossen ist.

Quelle: Reuters

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